Spannendes Nachholspiel endet unentschieden

Das Nachholspiel am Sonntag zwischen dem SV Warnemünde II und dem HSV Grimmen 1992 war für beide Teams die zweite Partie innerhalb von nur 24 Stunden. Während Warnemünde am Vortag eine Niederlage verkraften musste, reiste Grimmen mit einem Sieg im Rücken an. Entsprechend selbstbewusst starteten die Gäste und gingen schnell mit 0:2 in Führung. Warnemünde brauchte einen Moment, um ins Spiel zu finden, stabilisierte sich dann aber.

Mit zunehmender Spieldauer entwickelte sich ein intensiver Schlagabtausch. Warnemünde fand besser ins eigene Spiel, setzte Grimmen unter Druck und nutzte die sich bietenden Lücken. Besonders Celine Liefländer trug mit wichtigen Treffern dazu bei, dass die Gastgeberinnen sich aus dem frühen Rückstand befreiten und beim 3:3 erstmals ausgleichen konnten. Zwar legte Grimmen immer wieder nach, doch Warnemünde II konterte entschlossen und fand in dieser Phase viele gute Lösungen im Angriff.

Ab der Mitte der ersten Halbzeit übernahmen die 2. Frauen des SV Warnemünde zunehmend die Kontrolle. Angetrieben von einer starken Teamleistung und den zuverlässig verwandelten Siebenmetern von Anna Maske erspielte sich die Mannschaft eine Führung, die zeitweise auf fünf Tore anwuchs. Auch in Unterzahlsituationen blieb Warnemünde II handlungssicher und fand die passenden Antworten.

Mit der 15:10-Führung im Rücken schien Warnemünde komfortabel in die zweite Halbzeit zu starten. Doch die Partie blieb intensiv, und Grimmen kämpfte sich Schritt für Schritt wieder heran. Trotz weiterer wichtiger Treffer durch Josy Jodmikat, Clara Heinzius und Kerstin Awe konnte Warnemünde den Vorsprung nicht dauerhaft verteidigen. Grimmen nutzte kleine Fehler konsequent aus und fand im Angriff immer wieder Lösungen.

Die Schlussphase entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch. Warnemünde II ging durch Dominica Vizhbovska erneut in Führung, doch Grimmen antwortete jedes Mal unmittelbar. Kurz vor Ende gelang den Gästen der erneute Ausgleich. Trotz einer letzten Auszeit und einem konzentrierten Aufbauversuch blieb Warnemünde der Sieg verwehrt.

Am Ende stand ein 26:26, das aus Warnemünder Sicht trotz der Führung über weite Strecken zu wenig war, aber dennoch die starke kämpferische Leistung und die enorme Belastung des Doppelspieltags widerspiegelt.


Am 14.12. um 16:00 Uhr bestreitet der SV Warnemünde II sein letztes Spiel der Hinrunde. Auswärts trifft die Mannschaft dabei auf den SV Pädagogik Rostock und möchte das Handballjahr mit einer starken Leistung beschließen.