SG Motor Neptun Rostock – SV Warnemünde III 28:35 (11:19)

16. November 2025, 11:00 Uhr Sporthalle Gerüstbauerring (Hypodrom)

SG Motor Neptun Rostock – SV Warnemünde III 28:35 (11:19)

 

Auswärtsspiel in der Heimhalle. Das ist merkwürdig, aber es ist ja nicht das erste Mal… Gegen die SG Motor Neptun Rostock hatten wir uns Einiges vorgenommen. Zum Beispiel, was man aus dem Spiel, dieser wirklich knappen Niederlage gegen Motor Barth am vorherigen Wochenende mitgenommen und gelernt hat. Wer den letzten Spielbericht gelesen hat, kann es sich vielleicht denken – richtig: Sollten wir uns eine Führung erarbeiten, müssen wir in der Lage sein, nicht hektisch zu werden, egal was passiert und diesen Vorsprung mit Cleverness bis zum Schlusspfiff zu halten - besser noch, weiter auszubauen.

Wir starteten aufgrund der Seitenwahl im Angriff, welcher leider gleich erfolglos abschloss. Folgerichtig ging dann Motor Neptun in der 1. Minute mit 1:0 in Führung. Wenn ihr glaubt, ich sei nicht abergläubisch: DOCH! 🙏Das Spiel verlief bis zur 10. Minute relativ ausgeglichen. Der Fakt, dass Motor Neptun sich unsere Franzi für die Pressdeckung auserkoren hatte, sorgte andererseits für viel Platz im 9-Meter-Raum. Das nutzten in der Folge unsere Aufbaureihe Judith, Antje und Michelle konsequent über das ganze Spiel aus. Viel Raum für Doppelpässe bzw. schöne 1:1-Situationen, antäuschen, absetzen und auch Abspiele an den Kreis. 7:11 in der 15. Minute – 4-Tore-Vorsprung. Motor nahm die Auszeit. Aber es ging für uns gut weiter. In der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit flutschte es ebenso prächtig. Immer wieder gelang es Antje die gegnerische Abwehr regelrecht „auszutanzen“, zog die Abwehr auf sich, hatte entweder selbst viel Platz, konnte dadurch ihre Mitspielerinnen freispielen oder an einen der drei Kreisläuferinnen Laura, Sindy und Nika abspielen. So viele Möglichkeiten… ein Träumchen 🤩 auch schön zuzuschauen für alle angereisten, mitfiebernden Familienangehörigen. Und um hier mal richtig das Phrasenschwein zu füttern: Es lief wie ein Länderspiel! Der Halbzeitstand 11:19 – und wir wussten, wie wichtig dieser 8-Tore-Vorsprung ist. Kurze Kabinenansprache von Solli: Lessons learned! Also, wie eingangs erwähnt, was würden wir heute anders machen, wenn wir an das Spiel in Barth denken? Diesen komfortablen Vorsprung halten, clever verwalten, keine schnellen und hastigen Abschlüsse im Angriff, sichere Abspiele und verteidigen wie die Löwen. Ja, ich glaube, das war allen bewusst. In der zweiten Halbzeit schloss sich das Spielniveau nahtlos an die erste Halbzeit an. Der 8-Tore-Vorsprung wurde konsequent verteidigt. Wiebke, sonst auf der Mitte-Position, besetzte heute die (ihre eigentliche rechte) Außenposition in Vertretung für unsere verletzte Tanita, war aber zugleich selbst leicht gehandicapt aufgrund einer Schulterblessur. Dennoch wurde sie bei einem Konter in der 40. Minute genötigt - sie musste jetzt einfach mit ihrer lädierten Schulter werfen. Tor! 15:24! Doch der Schmerz erforderte eine Auswechslung. Nun sollte Julia D. schnell Wiebkes Position besetzen, aber in dem Gemenge und der Hektik verursachte sie einen Wechselfehler. Sehr offensichtlich leider, was 2 Strafminuten zur Folge hatte. Vielleicht auch Solli’s Fehler. Aber das war gar nicht schlimm, das passiert selbst den erfahrensten Handball-Spielern. Später wusste sie jedenfalls, wo der Wechselbereich ist😜. Motor Neptun spielte weiter mit Pressdeckung gegen Franzi, vielleicht wäre es besser gewesen, sie hätten ihre Defensive wieder umgestellt. Aber des Einen Geschick ist des Anderen Glück. Bezeichnend für die erstklassige Mannschaftsleistung: auch Julia K. konnte sich heute in die Tore Liste eintragen. Welche Freude! Und es lief weiter. Für Antje heute ein starkes Spiel auf dem Feld, wie in der ersten Halbzeit. Fünf Minuten vor dem Schlusspfiff Konter für uns, Wiebke lief nach vorn, fing den Ball und sah, dass ihre Gegnerin heranstürmte, und stoppte abrupt, um sich nicht noch mehr zu verletzen – aber ihre Gegnerin kannte keinen Schmerz und prallte auf Wiebke drauf. Die nachfolgende Schiedsrichterentscheidung sorgte für Unverständnis bei der Gastmannschaft, also bei uns und teilweise auch im Publikum. Wiebke musste nun für zwei Minuten auf die Bank! WHAT! 😯 Ok, sch… was drauf, wir führen immer noch mit 8 Toren. In einer ähnlichen Aktion 7 Sekunden vor dem Schlusspfiff, stoppte Franzi eine Gegnerin auf ähnliche Art und fing sich aber dafür gleich eine rote Karte ein plus Zusatzstrafe 7-Meter gegen. Vielleicht vertretbar. Aber das vor 5 Minuten gegen Wiebke? Hm,…

In einem überzeugenden Spiel und solider Mannschaftsleistung sowie Disziplin setzten wir uns gleich in der ersten Halbzeit mit 8 Toren ab und hielten diesen Abstand (fast) bis zum Spiel-Endstand 28:35. Naja, waren es am Ende nur 7 Tore Vorsprung. Aber wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und heute mit Entschlossenheit und Willen das glückliche Ende für uns verbucht! Danke Handballgott und Aberglauben, denn: „Wer 1:0 führt, der meist verlührt!“ 😅

 

Aufstellung: Judith (3), Michelle (2), Franzi (11), Antje (12), Nika, Laura (2), Julia D, Julia K. (1💪), Wiebke (1), Emma (1), Vanessa, Jacky

Betreuung: Solli, Sabine, Tanita